Ihr Lieben!

 

Ich wünsche Euch eine schöne, besinnliche Adventzeit!

 

Ein schönes Weihnachtsfest und alle guten Wünsche für das Jahr 2025 Euch allen!

 

 

 

Eure Fini


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Ja nun sind Weihnachten und Neujahr vorbei.

Eine mir sehr nahestehende Freundin starb noch vor Weihnachten

und ich war bei der Verabschiedung nicht dabei.

Ich war zunächst drei Wochen krank und kaum erfangen,

hat mich eine ordentliche Grippe niedergeschlagen und eigentlich

bin ich immer noch nicht so recht auf den Beinen.

Acht Stürze in der Wohnung, obwohl kein Hindernis auf dem Boden gelegen ist

und als Draufgabe bin ich in die Glasvitrine gestürzt.

Das war ein Knall unvorstellbar, ein Schock,

aber gut, dass mein Sohn bei mir war.

Ich wäre nicht fähig gewesen, die vielen, unendlichen Scherben zu entfernen,.

aber ich habe 1000e Schutzengeln gehabt.

Außer ein paar Kratzer im Gesicht ist nichts passiert, Wahnsinn!

Mein Sohn hat dann versucht alles halbwegs zu säubern,

die Vitrine mit allen möglichen Kartons zugeklebt,

wegen unserem Kater, der seit zwei Jahren bei uns lebt.

Er war aus einer Notfallstation, ziemlich verwirrt und ungestüm.

Wegen meiner MS hat man mir ein Rückgaberecht von einem halben Jahr eingeräumt,

aber er hat mein Herz im Sturm erobert.

Der Kleine war ziemlich gestört, hat davor schon so einiges mitgemacht

und darum hat man an mich gedacht.

Heute sind wir ein eingespieltes Team, ich liebe ihn so sehr.

Wäre er nicht, wäre ich nicht mehr.

Damals hat  eine Intertfreundin, auch an MS erkrankt von dem 

begleitenden Suizid Gebrauch gemacht.

Ich habe es verstanden. 

Auch sie ist Witwe geworden und wollte auf keinen Fall in ein Pflegeheim.

Wir waren da ziemlich einer Meinung.

Wenn man krank wird, wird man für das Umfeld unsichtbar

und man wird sehr einsam und allein.

Mein Sohn betreut mich, so gut er kann.

Er hat das schon Jahre davor bis zum Tod von meinem Mann getan.

Seine Beziehung ist auf der Strecke geblieben,

wofür ich mich extrem schuldig fühle.

Ich kann ihm ja nichts dafür geben,

da am Ende aller monatlichen Zahlungen (Miete, Energie usw., was ja extrem gestiegen ist)

nicht mehr viel übrig bleibt.

Auch nicht den "berühmten Mc Donald unseres ehemaligen Bundeskanzlers ist nicht drin.

Hätte ich den kleinen Kater nicht, hätte ich kaum einen Lebenssinn.

Die Krankheit verschlechtert sich von Mal zu mal,

die Schmerzen lindern die Medikamente nicht wirklich

und manche Tage (und erst die langen schlaflosen Nächte) sind ehrlich abnormal.

Ich will nicht jammern, aber Ihr sollt wissen,

wie es mir ergeht, denn Ihr habt mir diese Homepage ermöglicht

doch fehlt mir die Kraft, der Tremor in den Fingern hat sich verstärkt

und da ist tippen irrsinnig mühsam.

Das sollt Ihr wissen, Ihr, die  Menschen, die mich vermissen.

Ich denke oft an unsere gemeinsame Zeit,

aber ich weiß, sie ist vorbei.

Eine Besserung ist nicht in Sicht.

MS ist heimtückisch und ich hoffe, Ihr versteht mich.

Was immer ich vielleicht auch tun werde,

ich werde Euch Bescheid geben.

Bis dahin bitte ich um Euer Verständnis.

Ich bin natürlich in einet Therapie, die meine Liebe Therapeutin auf Grund meiner finanziellen Lage

gratis macht und mich begleitet auf meinen Wegen.

Ich danke Euch allen. Wir hatten eine schöne Zeit.

Das tröstet mich und ich erinnere mich gerne daran,

hole mir Kraft daraus und fange stets von vorne an. Die Lebenenslust allerdings 

plagt sich daran. 

 

Eure Fini


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